Rum Informationen
Rum wird aus Melasse und ganz selten aus frischem Zuckerrohrsaft hergestellt. Rum-Verschnitt, wie er in Deutschland erhältlich ist, muss mindestens aus 5 Prozent Rum bestehen. Die restlichen 95 Prozent sind neutraler Alkohol. Rum kommt ursprünglich aus der Karibik und Mittelamerika und wurde dort bereits um 1650 herum hergestellt.
Nach Deutschland kam der Rum durch die Westindische Handelsflotte, die im 18. Jahrhundert in Flensburg angesiedelt war und Rum von den Jungferninseln und aus der Karibik nach Europa importierte.
Bei industriell hergestelltem Rum wird eine Mischung aus Melasse, Zuckerrorsaft und Wasser verwendet. Diese sogenannte Maische wird durch Fermentation zur Gärung gebracht, so dass ein Alkoholgehalt zwischen 4 bis 5 Prozent entsteht. Danach wird die Flüssigkeit destilliert. Der Alkoholgehalt des Destillats liegt dann zwischen 65 und 75 Prozent. Weißer Rum wird anschließend mit destilliertem Wasser verdünnt.
Häufig wird der Rum in Holzfässern gelagert, um dem Getränk ähnlich wie bei der Whiskey-Herstellung einen Eigengeschmack zu verleihen. Dies gilt allerdings nur für den braunen Rum. Da weißer Rum, sofern er in Holzfässern gelagert wird, Alkohol verliert, wird er meist in Edelstahlfässern gelagert.
Bekannte Rummarken sind unter anderem "Havanna", als einer weltweit größter Rumproduzenten, der von der Karibik Insel Kuba kommt. Aus Barbados kommt, unter anderem der "Old Pascas", ein hochprozentiger Rum, der auch in Jamaika abgefüllt wird. Von hier stammt auch der weltweit zweitgrößte Rumproduzent "Captain Morgan". Aus Madagaskar stammt der bekannte "Negrita" und der Strohrum wird aus Österreich nach Deutschland importiert. Von der Insel St. Lucia stammt der "Bounty", aus Trinidad und Tobago der "Angostura" und der "Old Oak" und aus den vereinigten Staaten stammt der "Montego Bay"-Rum.