aromatisierter Rum

Der Ursprung sowie die Bezeichnung dieses aus Zuckerrohr hergestellten Alkohols sind unklar. Vermutlich und eher rein zufällig entdeckten Arbeiter in den Zuckerrohrplantagen, dass sich beim ausgepressten Zuckerrohrsaft von ganz allein ein Gärungsprozess in Gang setzt. Zuckerohr wird ein- bis zweimal im Jahr geerntet. Der Saft wird gereinigt und in Kesseln gekocht, die dabei entstehenden Zuckerkristalle werden entfernt. Zurück bleibt ein zähe, braune, klebrige Masse. Diese wird mit Wasser verdünnt und zum Gären gebracht, bis eine destillierbare alkoholhaltige Maische entsteht.

Erst durch die Destillation in einer Kupfer-Brennblase oder -säule entsteht der eigentliche Rum. 15 Liter Maische ergeben einen Liter Rum. Soll der Alkoholgehalt erhöht werden, wird die Destillation wiederholt. Der Geschmack kann durch Mischen, Abziehen unterschiedlicher Destillate oder zusätzliches Destillieren einzelner Anteile nachhaltig verändert werden. Ein bis zwei Jahre reift weißer Rum in ausgedienten Whiskyfässern.

Ein spezielles Brennverfahren macht ihn zu einem sehr milden Rum. Schwere Rumsorten reifen zwischen drei, fünf, sieben und zehn Jahren im Fass. Je nach Herkunftsland werden dem Zuckerrohrbrand die unterschiedlichsten Aromen zugesetzt. Beispielsweise Zusätze von gerösteten Bananen, Kokosnuss sowie diverser Süßwaren, machen ihn zum Hochgenuss für Feinschmecker. Wird Rum mit Zitrusfrüchten und Kokosnuss angereichert, erhält eine wunderbare exotische Note.

Der Zusatz von Vanille sorgt im Rum für einen milden und weichen Geschmack. Aromen wie Jasmin und Tee vervollkommnet mit exotischen Geschmacksnoten wie Ananas, Banane und Vanille entfalten im Gaumen des Genießers Reichhaltigkeit und Würze. Ein voller Genuss verspricht eine Mischung aus flambierten Bananen, getrockneten Feigen und Rosinen. Diese beachtliche Sortenvielfalt an Rumtypen kann eine Orientierung zur Lebensaufgabe werden lassen.